01

Warum ein Vereinskonto extra freigeschaltet werden muss

Damit Vereinsbuddy die Umsätze eures Erste-Bank-Vereinskontos automatisch abrufen kann, muss für dieses Konto einmalig die Kontenabfrage durch Drittanbieter freigeschaltet sein. Bei privaten Konten ist diese Berechtigung normalerweise schon aktiv. Bei Vereins- und Geschäftskonten ist sie aus Berechtigungsgründen nicht aktiv.

Der Grund: Bei einem Privatkonto sind Kontoinhaber und verfügungsberechtigte Person dieselbe natürliche Person. Bei einem Vereinskonto ist der Verein der Kontoinhaber, also eine juristische Person. Kassier und Obmann sind für den Verein lediglich zeichnungsberechtigt. Sie müssen daher zuerst ausdrücklich dazu berechtigt werden, auch über die PSD2-Schnittstelle Zugriff auf das Konto zu erteilen.

Begriffe für die Anfrage

Verwendet in eurer Anfrage die Begriffe „Kontoabfrage Drittanbieter (TPP)“ oder „Corporate Consent“. Unter diesen Bezeichnungen kennt die Bank den Vorgang und kann eure Anfrage direkt dem richtigen Prozess zuordnen.

02

Was ihr genau beantragt

Beantragt wird eine Kontoberechtigung, die die Bank intern aktiviert. In George selbst könnt ihr sie nicht einstellen.

Wonach ihr fragtWas gemeint ist
Beantragung Kontoabfrage Drittanbieter (TPP)Die Berechtigung, dass ein lizenzierter Drittanbieter die Umsätze dieses Kontos lesen darf
Corporate ConsentDieselbe Freigabe für das Konto einer juristischen Person, hier euer Vereinskonto

Die Freischaltung erfolgt durch die Erste Bank und kann nicht in Vereinsbuddy durchgeführt werden. Haltet für die Anfrage die IBAN des betroffenen Vereinskontos bereit.

03

Variante 1: Nachricht über George

Am einfachsten geht die Anfrage als Nachricht in George. Den Kontakt zur Betreuung findet ihr über das Sprechblasen-Symbol rechts oben (Desktop) beziehungsweise rechts unten (App), je nach Ansicht auch unter „Kontakt“ oder „s Kontakt“. Dort „Nachricht an Betreuer:in“ wählen und den folgenden Text senden.

Textvorlage

Betreff: Beantragung Kontoabfrage Drittanbieter (TPP) / Corporate Consent Hallo, ich möchte für unser Vereinskonto die Kontoabfrage durch einen Drittanbieter (TPP) freischalten lassen. Dafür benötige ich die „Beantragung Kontoabfrage Drittanbieter (TPP)“ bzw. den „Corporate Consent“ für folgendes Vereinskonto: IBAN: [IBAN einfügen] Bitte leiten Sie die notwendige Freischaltung bzw. das entsprechende Antragsformular an unsere zuständige Bankbetreuung weiter. Das Konto soll anschließend über eine PSD2-Schnittstelle mit einem lizenzierten Drittanbieter verbunden werden, damit wir die Kontoumsätze in unserer Vereinssoftware Vereinsbuddy abrufen können. Es handelt sich ausschließlich um die Kontenabfrage; Zahlungen werden darüber nicht ausgelöst. Vielen Dank!

Den Platzhalter [IBAN einfügen] vor dem Absenden durch die IBAN eures Vereinskontos ersetzen. Alles andere könnt ihr unverändert übernehmen.

04

Variante 2: George Helpdesk anrufen

Wer lieber telefoniert, erreicht den George Helpdesk unter 05 0100 - 50200 (aus dem Ausland +43 5 0100 50200). Haltet auch dafür die IBAN bereit. Ein möglicher Wortlaut:

Was ihr sagen könnt

Ich möchte für unser Vereinskonto die Kontoabfrage durch einen Drittanbieter freischalten lassen. Mir wurde gesagt, dass ich dafür die Beantragung Kontoabfrage Drittanbieter, TPP, beziehungsweise den Corporate Consent benötige. Können Sie das entsprechende Formular bitte an meine Bankbetreuung weiterleiten?

Wenn nach dem Hintergrund gefragt wird: „Wir verwenden Vereinsbuddy für unsere Vereinsverwaltung und möchten darüber mittels PSD2-Schnittstelle unsere Kontoumsätze abrufen. Es geht nur um die Kontenabfrage und nicht darum, Zahlungen auszulösen.“

05

Was danach passiert

Der George Helpdesk sendet das Antragsformular in der Regel an die für euren Verein eingetragene Bankbetreuung. Die weitere Abwicklung läuft dann über sie:

  1. Der George Helpdesk leitet die Anfrage an eure Bankbetreuung weiter.
  2. Die Betreuung holt die erforderlichen Unterschriften ein. Je nach Zeichnungsberechtigung eures Vereins können dafür mehrere berechtigte Personen nötig sein.
  3. Die Betreuung veranlasst bankintern die Aktivierung der Kontoberechtigung.
  4. Der TPP-Zugriff ist aktiv. Erst jetzt lässt sich das Konto in Vereinsbuddy unter Banking über „Bank verbinden“ anbinden.

Wie lange das dauert, hängt vor allem vom zweiten Schritt ab: Müssen mehrere Personen unterschreiben, bestimmt ihr das Tempo selbst. Nennt deshalb schon in der ersten Anfrage, wer zeichnungsberechtigt ist.

06

Wenn die Bankbetreuung nachfragt

Der Vorgang ist bei Vereinskonten selten und deshalb nicht jeder Betreuung geläufig. Für diesen Fall könnt ihr folgende Informationen weitergeben:

  • Für das Vereinskonto wird die „Beantragung Kontoabfrage Drittanbieter (TPP)“ bzw. der „Corporate Consent“ benötigt.
  • Das Antragsformular wird laut George Helpdesk üblicherweise vom technischen George Helpdesk an die eingetragene Betreuung übermittelt.
  • Nach Einholung der notwendigen Unterschriften kann die Betreuung die Aktivierung der TPP-Berechtigung am Konto intern einleiten.
  • Bei Fragen zum internen Ablauf kann sich die Betreuung direkt an den George Helpdesk wenden.

Zusammenfassung

Ihr beantragt bei der Erste Bank die „Beantragung Kontoabfrage Drittanbieter (TPP) / Corporate Consent“ für euer Vereinskonto. Am schnellsten geht das mit der Textvorlage oben als Nachricht in George. Die weitere Abwicklung übernimmt eure Bankbetreuung.

07

Häufige Fragen

Woran merke ich, dass die Freischaltung fehlt?

Typischerweise funktioniert die Anmeldung bei der Bank im Verbinden-Fenster, das Vereinskonto steht danach aber nicht zur Auswahl oder die Freigabe bricht mit einer Fehlermeldung ab. Ursache ist dann die fehlende Kontoberechtigung und nicht Vereinsbuddy oder eure Zugangsdaten.

Kann Vereinsbuddy damit Zahlungen von unserem Konto auslösen?

Nein. Die Anbindung ist ein reiner Kontoinformationsdienst nach PSD2 (AIS): Vereinsbuddy liest nur Kontostand und Umsätze. Der Abruf läuft über den lizenzierten Kontoinformationsdienst Qwist. Vereinsbuddy erhält dabei keine Online-Banking-Zugangsdaten, nur verschlüsselte Zugriffstoken. Details stehen in unserer Datenschutzerklärung.

Muss ich das jedes halbe Jahr wiederholen?

Die TPP-Berechtigung am Konto wird einmalig eingerichtet. Davon zu unterscheiden ist die PSD2-Freigabe, die ihr beim Verbinden im Online-Banking erteilt: Sie ist gesetzlich befristet und läuft in der Regel nach 180 Tagen ab. Verlängert wird sie in Vereinsbuddy über „Erneut verbinden“, ohne dass die Bank erneut etwas freischalten muss.

Gilt das auch für Sparkassen oder andere Banken?

Erste Bank und Sparkassen nutzen dieselbe George-Infrastruktur, der Ablauf ist dort in der Regel derselbe. Ansprechpartner ist dann eure Sparkasse. Bei anderen Banken heißt der Vorgang oft anders. Für andere Banken eignet sich diese allgemeine Formulierung: „Wir möchten für unser Vereinskonto den Zugriff durch einen Drittanbieter über die PSD2-Schnittstelle freischalten lassen, reine Kontenabfrage ohne Zahlungsauslösung.“

Und wenn die Bank die Freischaltung nicht anbietet?

Vereinsbuddy lässt sich dann ohne automatischen Kontoabgleich nutzen. Ihr könnt euren Kontoauszug als CSV oder Excel exportieren und über den Buchungs-Import einlesen. Die Zuordnung zu offenen Rechnungen und Beiträgen macht ihr dann von Hand.

Vereinsbuchhaltung aus Österreich

Kontoumsätze, die sich selbst zuordnen.

Ist das Konto verbunden, schlägt Vereinsbuddy für jeden Eingang eine Zuordnung vor, etwa zu einem Beitrag, einer offenen Rechnung oder einer Spende. 14 Tage kostenlos testen.

Verein anlegen